Willkommen auf der Homepage des KZ-Landesverbandes Niederösterreich!

Gegründet nach der Befreiung Österreichs 1945 als überparteilicher Zusammenschluss der WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus, vereint der “KZ-Verband / Verband der AntifaschistInnen” über seine Landesverbände heute die letzten noch lebenden WiderstandskämpferInnen, Opfer und deren Hinterbliebene sowie die jüngeren Generationen von AntifaschistInnen.
 

Der KZ-Verband/VdA ist aktiv in der Interessensvertretung der Opfer des Faschismus von 1933 bis 1945 laut Opferfürsorgegesetz (OFG), in der Gedenk- und Erinnerungsarbeit und im Kampf gegen Neofaschismus und Rechtsextremismus.

 

Liebe AntifaschistInnen, liebe LeserInnen und Interessierte unserer Webseite. JA, nach einigen Jahren war es doch an der Zeit, das Aussehen der Verbandsseite ein wenig zu aktualisieren. Wir hoffen, dass dies Euren Gefallen findet und Ihr uns dennoch treu bleibt, was die aktuellen Besuchszahlen auch aussagen. Von unserer Seite werden wir weiterhin bestmöglich bemüht sein, Euch über alle wichtige Themen zu informieren.

Wie Ihr dem Impressum entnehmen könnt, wurde aus organisatorischen Gründen die Anschrift nach Wien verlegt, an die Adresse, wo auch der Wiener Verband sein "Zuhause" hat.

Neuer Bundesvorstand gewählt (07/2021)

Alle aktuellen Informationen zur Wahl des neuen Bundesvorstands entnehmen Sie bitte dem nachfolgenden Link, der zur Homepage des Wiener Verbandes führt.
 
 
 

"sandige leiten.rote saat" - Auszüge aus dem im Sommer 2020 erschienen Roman, gelesen von Rudi Burda

"Ich wollte am 15. April 2020 bei einer Gedenkstunde am Ottakringer Matteottiplatz auszugsweise aus dem Roman "Sandige Leiten.Rote Saat" (vorgesehener Erscheinungstermin Sommer 2020) vorlesen. Diese Veranstaltung kann - wie alle Massenaufläufe - nicht zum geplanten Zeitpunkt stattfinden, also schaffe ich notdürftig Abhilfe und stelle den vorgesehenen Ausschnitt ins Netz.
 
Corona hin, Hausarrest her, gedacht sollte der jungen Leute werden, die vor 75 Jahren zur kampflosen Befreiung der westlichen Bezirke Wiens beigetragen haben."
 
Rudi Burda
 
 
 
 

    Buchtipp:

    Am Ende des Romans steht eine Eskalation: ein Faustschlag, mit dem ein Tourguide in Treblinka einen Dokumentarfilmer niederstreckt. Doch wie konnte es dazu kommen? In einem Bericht an seinen ehemaligen Chef schildert der Mann, wie die Menschen, die er jahrelang durch NS-Gedenkstätten führte, mit der Erinnerung an den Holocaust umgehen. Er fragt nach der Verbindung zwischen Juden damals und Israelis heute, nach Machtverherrlichung und danach, was Menschen zu Mördern macht. Und er beobachtet Schülergruppen, die sich in Fahnen hüllen, scheinheilige Minister oder manipulative Künstler, er beobachtet, wie ein jeder in dem Grauen der Geschichte vor allem eines zu erkennen meint: einen Nutzen für sich selbst.

APPELL VON MAILAND, 1. Juli 2018

Die Präsidenten, Vizepräsidenten und Generalsekretäre der Internationalen Komitees der Nazi Konzentrationslager haben sich - auf Initiative der Associazione Nationale Ex Deportati Nei Campi nazisti (ANED) - am 1. Juli 2018 in der Casa della Memoria in Mailand getroffen. Angesichts der aktuellen Bedrohungen gegen das Gedächtnis und gegen die Zukunft Europas und seiner MitbürgerInnen, veröffentlichen wir folgenden feierlichen Aufruf:

Wir sind die Träger des Gedächtnisses der Überlebenden der Naziverbrechen:

Dieses lebendige und schmerzvolles Gedenken macht aus uns die Sprecher für die abertausenden Männer und Frauen, die die Lager überlebt haben. Wir sind entweder Angehörige oder Nachkommen der Überlebenden bzw. normale BürgerInnen, die innerhalb ihrer verschiedenen Organisationen aktiv sind. Es liegt uns am Herzen die früheren KZ-Lager, die heute Erinnerungsorte geworden sind, zu schützen und sie vor dem Vergessen, der Banalisierung sowie der Zerstörung zu bewahren. Wir beziehen uns unter anderem auf den Entschluss des Europaparlaments vom 11. Februar 1993 betreffend den europäischen und internationalen Schutz für historische Denkmäler der Orte der Nazi Konzentrationslager. Die jüngsten Angriffe auf die historische Substanz in Mauthausen und Flossenbürg empören uns zutiefst.

Wir sind empört dass eine von der UNO am 21. November 2014 präsentierte Resolution "für den Kampf gegen eine Verherrlichung des Nazismus, des Neo-Nazismus und anderer Praktiken die die zeitgenössischen Formen des Rassismus, der Rassendiskriminierung, des Fremdenhasses und der ihr zugehörigen Intoleranz befeuern" nicht angekommen wurde, wegen 3 Nein-Stimmen und 55 Enthaltungen (unter ihnen die der europäischen Mitgliedsländern). Gegenüber aller nationalistischen und populistischen Versuche diese Orte der Barbarei sowie die Kämpfe und die Solidarität aus dem europäischen Gedächtnis verschwinden zu lassen, bleiben wir überaus wachsam. Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 erinnert daran daß: „(...) die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen (...).“ Hunderttausende von Deportierten in die Nazilager sind die Opfer dieser Barbarei geworden.

Seit über siebzig Jahren sind die Überlebenden und ihre Nachkommen den Versprechen bei der Befreiung ihrer Lager treu geblieben. Unermüdlich haben sie sich für den Frieden und für die brüderliche Solidarität unter den Völkern eingesetzt.

Durch ihr Zeugnis haben sie gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenhass und die Thesen der Rechstextremisten in Europa gekämpft. Auf die Ankunft von Flüchtlingen, die von Krieg und Hunger getrieben sind, ist die Antwort von verschiedenen europäischen Staaten nicht eine humanitäre Aufnahme sondern die Schliessung ihrer Grenzen. Das Mittelmeer ist zu einem riesigen Friedhof geworden wo die Hoffnungen von Tausenden von Männern, Frauen und Kindern ein Ende finden. Europa scheint sein Gedächtnis verloren zu haben: viele Europäer waren, vor und nach dem Krieg, selber Flüchtlinge. Sie haben manchmal Solidarität erfahren aber auch Diskriminierung und Zurückweisung. Europa muß die schrecklichen Lektionen seiner jüngsten Geschichte lernen und nicht die Augen vor seiner Verantwortung schließen: Welche Werte wollen wir den jungen Generationen vermitteln? Egoismus und die Angst vor dem Anderen dürfen die Werte des Humanismus, die im Herzen unserer gemeinsamen Geschichte und unserer Verpflichtungen stehen, nicht ersetzen.

Wir appellieren deshalb an die vom Volk gewählten Vertreter in den verschiedenen nationalen und europäischen Institutionen und bitten sie, sich bei der Suche nach adäquaten Antworten in der Flüchtlingsfrage vor allem vom Respekt vor der Menschenwürde eines jeden leiten zu lassen.

Erste Unterschriften:

• Associazione Nazionale Ex Deportati Nei Campi nazisti (ANED):
Dario Venegoni, Präsident presidente@aned.it
Aldo Pavia: Vize-Präsident aldo.pavia@inwind.it
• Comité International de BUCHENWALD-DORA:
Dominique Durand, Präsident: cibd@buchenwald-dora.fr
• Comité International de DACHAU:
Jean-Michel Thomas, Präsident jm-thomas@wanadoo.fr
Preben Dietrichson, Administrator preben.d@online.no
• Association des déportés et familles des disparus du camp de concentration
de FLOSSENBÜRG et Kommandos:
Michel Clisson, Président cm.clisson@wanadoo.fr
• Comité International de MAUTHAUSEN https://www.cim-info.org/
o Guy Dockendorf, Präsident guy.dockendorf@culture.lu
o Floriana Maris, Vize-Präsidentin floriana@studiomaris.com;
o Jean-Louis Roussel, Vize-Präsident jeanlouis.roussel@univ-rouen.fr
• Comité International de NATZWEILER-STRUTHOF:
Jean-Marie Muller, Präsident, cin-natzweiler-struthof@laposte.net;
Claes Reksten, Generalsekretär
• Amicale Internationale de NEUENGAMME:
Jean-Michel Gaussot, Président jmichelgaussot@yahoo.fr
Christine Eckel, Secrétaire générale, christineeckel@gmx.de
• Comité International de RAVENSBRÜCK:
Ambra Laurenzi, Präsidentin: laurenzi.irk@gmail.com;
Jeanine Bochat, Vize-Präsidentin: jeanine@bochat.eu

Kontakt Formular

DAS ABZEICHEN DES KZ-VERBANDS:

Die Zahl über dem roten Dreieck "369" steht symbolisch für die Zeitspanne (in Wochen) zwischen der Annexion         Österreichs durch Nazideutschland (13. März 1938) und dem Beginn der Befreiung Österreichs (Überschreiten der ungarisch-österreichischen Grenze durch die Rote Armee bei Klostermarienberg im Burgenland am 28./29. März 1945).

Offenlegung lt. § 25 Mediengesetz:

Medieninhaber (Verleger), Herausgeber, Hersteller: Landesverband Niederösterreich österreichischer AntifaschistInnen, WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus (KZ-Verband Niederösterreich)

Kontakt

Landesverband Niederösterreich, Verband österreichischer Widerstandskämpfer und Opfer des Faschismus (KZ-Verband) Büroadresse:
Lassallestraße 40 / Stg.2 / Tür 6
A - 1020 Wien
Tel.: 004317262404 b.hebein@kz-verband-noe.at